"Di Neveyle"
von Peretz Hirshbeyn
Das Jüdische Staatstheater Bukarest - 2026
Das Menschsein in einer Welt im Wandel. Der Kampf zwischen den Spannungen des Alltags und der menschlichen Zerbrechlichkeit, zwischen Hoffnung und Enttäuschung, zwischen Traum und Realität ist das zentrale Thema der neuen Premiere des Staatlichen Jüdischen Theaters, „Der Schlachthof der Träume“, nach dem Stück „Di Newele“ (1924) von Peretz Hirschbein, unter der Regie des rumänisch-österreichischen Künstlers Alexandru Weinberger-Bara.
Mit seiner Thematik rückt der Text des Dramatikers das wiederkehrende Thema der Verletzlichkeit des menschlichen Daseins in den Vordergrund, betrachtet durch die Brille von acht Figuren am Rande der Gesellschaft, in einer Welt, die von Kontrasten und Konflikten geprägt ist.
Regie: Alexandru Weinberger-Bara
Ausstattung: Ionuț Răcoreanu
Musik: Feras Sarmini
mit
Anka Levana, Mircea Dragoman, George Remeș, Katia Pascariu, Andrei Miercure, Lorena Luchian, Luana Stoica und Natalie Ester
"Die Regie von Alexandru Weinberger-Bara erschafft ein fließendes und zugleich aufgewühltes Universum, das auf spannungsgeladenen Dialogen und aufeinanderfolgenden Konfrontationen basiert. Das Tempo ist hoch, fast filmisch, und die Schauspieler bewegen sich in einem metallischen, kalten Bühnenbild, bevölkert von harten Symbolen – Pferdeköpfe, fragmentierte Räume, eine Decke, unter der der Pferdebesitzer, vom Alkohol benommen, schläft.
Die Träume sind keine Fluchten, sondern realistische Albträume. Das Alltagsleben wird zu einem symbolischen Schlachthof für jene, die am Rand der Konsumgesellschaft stehen.
Was trotz dieses bedrückenden existenziellen „Knäuels“ beeindruckt, ist die Energie der Schauspieler und die Präzision der Regie. Es ist eine harte Regie, aber makellos in der Art, wie sie Beziehungen aktualisiert und auf ihren Kern zuspitzt – die Figuren können nicht geliebt, sondern nur bemitleidet werden."
Autor: Dinu Grigorescu
Titel: Premiere am TES: „Abatorul de vise“ von Peretz Hirschbein
Magazin: Revista Rinocerul
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